Guide zum Checkpoint Charlie: Infos, Geschichte & mehr

Checkpoint Charlie in Berlin in Deutschland

Der ehemalige militärische Kontrollpunkt Checkpoint Charlie ist wohl der bekannteste Grenzübergang an der Berliner Mauer.

Als einer der wichtigsten Schauplätze des Kalten Krieges und Zeuge aufsehenerregender Fluchtversuche, ist das Must-See inzwischen eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Berlin.

Wir verraten Ihnen in diesem Guide alles, was Sie vor Ihrem Besuch wissen sollten. Dazu gehören die Geschichte, die Attraktionen, Anfahrt und mehr.

Los geht's!

Was ist der Checkpoint Charlie?

Checkpoint Charlie war einer von insgesamt 14 Berliner Grenzübergange durch die Berliner Mauer, welche die Stadt von 1961 bis 1989 in einen Ost- und einen Westteil trennte. 

Der militärische Kontrollpunkt in der Friedrichstraße verband den Ost-Berliner Bezirk Mitte des sowjetischen Sektors, mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg des US-amerikanischen Sektors.  Er wurde ausschließlich von Alliierten Militärangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt. 

Der Name leitet sich vom Internationalen Buchstabieralphabet ab. Nach den Grenzübergängen Helmstedt-Marienborn (Checkpoint Alpha) und Dreilinden-Drewitz (Checkpoint Bravo) war Checkpoint Charlie der dritte durch die Amerikaner genutzte alliierte Kontrollpunkt und hieß eigentlich Grenzübergang Friedrichstraße.

Was kann ich am Checkpoint Charlie machen?

Obwohl heute an dem historischen Ort Checkpoint Charlie weder die Berliner Mauer noch die originalen Wachtürme und Schlagbäume des Kontrollpostens existieren, hat sich der einstige Kontrollpunkt in eine Touristenattraktion mit großer Anziehungskraft und zu einem sehr beliebten Fotomotiv entwickelt. 

Nachfolgend verraten wir Ihnen, was Sie vor Ort sehen und unternehmen können:

1. Den historischen Ort erkunden

Ein Grund, warum der Checkpoint Charlie heute von Touristen aus aller Welt angesteuert wird, ist, dass hier die Geschichte der Teilung Berlins erlebbar und spürbar wird. Dank originalgetreuer Nachbildungen des militärischen Stützpunkts können Sie einen authentischen Eindruck von der Situation zu DDR-Zeiten erhalten.

Die Nachbauten bestehen aus einem Wachhaus, Schlagbaum, einer Sandsack-Barrikade, amerikanischer Flagge sowie einem Schild, das in den Sprachen der Besatzungsmächte und in Deutsch auf das Verlassen des amerikanischen Sektors hinweist. Sie wurden am 13. August 2000 an den Stellen platziert, an denen einst die Originale standen. 

2.  Die Foto-Installation betrachten

Eine Foto-Installation zieht schnell die Blicke der Besucher*innen auf sich. Sie zeigt das überlebensgroße Porträt eines amerikanischen Soldaten (Jeff Harper) der nach Osten blickt und auf der Rückseite, das Porträt eines sowjetischen Soldaten in russischer Uniform, der nach Westen schaut.

Diese Fotos wurden vor dem Abzug der letzten Alliierten in Berlin vom Berliner Fotografen Frank Thiel geschossen. Sein Kunstprojekt soll eine Referenz an die dramatischen Momente von vor 60 Jahren sein, als sich amerikanische und sowjetische Panzer an dieser Stelle gefechtsbereit gegenüberstanden.

3. Das Mauermuseum besuchen 

Direkt an der einstigen Grenzanlage befindet sich das Mauermuseum am Checkpoint Charlie, das sich mit den unzähligen Fluchtversuchen aus der DDR und dem Unrecht des SED-Regimes beschäftigt. Der einstige Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Rainer Hildebrandt, eröffnete 1963 - nur zwei Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer - das Museum, mit dem Ziel, Fluchtpläne sowohl zu dokumentieren als auch zu unterstützen. 

Heute beherbergt das Haus am Checkpoint Charlie auf rund 1.733 Quadratmeter Ausstellungsfläche, verteilt über drei verschiedene Häuser, äußerst erfinderische Fluchtobjekte sowie viele Requisiten aus 30 Jahren Mauer- und Fluchtgeschichte.

4. Sehenswürdigkeiten in der Nähe entdecken

Der Checkpoint Charlie befindet sich in der geschichtsträchtigen Friedrichstraße, weswegen etliche Berliner Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu finden sind. Dazu gehören neben dem Mauermuseum, das Trabi Museum, Topographie des Terrors, das Asisi Panorama "Die Mauer" und das Museum BlackBox Kalter Krieg.

Eine tolle Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten Berlins ganz flexibel zu erkunden, bietet sich bei einer selbst geführten Audiotour. Wir empfehlen dafür die Audioguide-App unseres Partners YourMobileGuide. Die Audiotour Berlin - Geteilte Stadt, lässt Interessierte in die dramatische Geschichte Berlins eintauchen, als die Berliner Mauer Familien und Freunde auseinander riss, und führt sie zu den wichtigsten Originalschauplätzen und Museen im ehemaligen Ost- und West-Berlin.

Eintritt, Tickets & Führungen für Checkpoint Charlie & Mauermuseum

  • Eintritt: Der Zutritt zum Checkpoint Charlie ist frei und rund um die Uhr möglich. Das Mauermuseum - Haus am Checkpoint Charlie ist täglich von 9:00 – 22:00 Uhr geöffnet.
  • Tickets: Die aktuellen Eintrittspreise und Tickets finden Sie auf der offiziellen Webseite des Museums.
  • Führungen: Wer das Mauermuseum oder den historischen Ort bei einem geführten Rundgang erkunden möchte, dem bietet das Mauermuseum auf folgender Seite individuelle Einzel- oder Kleinführungen zu verschiedenen Themen an: Mauermuseum.de/Besuch

Wie erreiche ich Checkpoint Charlie?

  • Vom Alexanderplatz: Nehmen Sie die U-Bahn U2 und fahren Sie fünf Stationen bis zur Haltestelle "Stadtmitte". Von dort aus sind es nur noch etwa 5 Minuten zu Fuß.
  • Vom Potsdamer Platz: Nehmen Sie die U-Bahn U2 und fahren Sie zwei Stationen bis zur Haltestelle "Stadtmitte". Nach einem 5-minütigen Spaziergang erreichen Sie Checkpoint Charlie.

Häufige Fragen über Checkpoint Charlie

Was ist der Checkpoint Charlie?

Der Checkpoint Charlie war einer von insgesamt 14 Berliner Grenzübergange durch die Berliner Mauer, welche Berlin von 1961 bis 1989 in einen Ost- und einen Westteil trennte. Der militärische Kontrollpunkt in der Friedrichstraße, zwischen Zimmerstraße und Kochstraße, verband den Ost-Berliner Bezirk Mitte des sowjetischen Sektors, mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg des US-amerikanischen Sektors. 

Heute ist der einstige Grenzübergang eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Berlin. Nachbauten zeigen, wie die Situation am einstigen Kontrollposten zu Zeiten der DDR aussah.

Was ist am Checkpoint Charlie passiert?

Weltbekannt wurde Checkpoint Charlie am 27. Oktober 1961, als nach dem Bau der Mauer hier amerikanische und sowjetische Panzer Stellung bezogen und sich mit scharfer Munition gegenüberstanden.

Auslöser war die sogenannte Chruschtschow-Note, in der angekündigt wurde, dass die Sowjetunion die Kontrolle über die Verbindungswege zwischen Westdeutschland und West-Berlin der DDR übertragen werde. Zur offenen Konfrontation kam es jedoch nicht.

Wo ist der Checkpoint Charlie?

Der Checkpoint Charlie befindet sich in der Friedrichstraße, in Berlin-Mitte. Die Adresse lautet: Friedrichstraße 43-45, 10117 Berlin, Deutschland

Was bedeutet Checkpoint Charlie?

Der Name Checkpoint Charlie leitet sich vom Internationalen Buchstabieralphabet ab. Nach den Grenzübergängen Helmstedt-Marienborn (Checkpoint Alpha) und Dreilinden-Drewitz (Checkpoint Bravo) war Checkpoint Charlie der dritte Kontrollpunkt und hieß eigentlich Grenzübergang Friedrichstraße.

Wer ist die Frau am Checkpoint Charlie?

Zu den Fluchtversuchen, die internationales Aufsehen erregte, gehört auch die von Jutta Gallus, auch bekannt als "Die Frau vom Checkpoint Charlie". In den 80er Jahren scheiterte ihr Fluchtversuch mit ihren beiden Töchtern, nachdem sie von der Stasi ausspioniert wurde. Anschließend wurde sie von ihren Kindern getrennt und zu drei Jahren Haft verurteilt.  Nach zwei Jahren Haftzeit wurde sie von der Bundesregierung freigekauft, musste jedoch ihre Töchter in Ost-Berlin zurücklassen. Monatelang demonstrierte sie am Checkpoint Charlie mit Plakaten wie „Gebt mir meine Kinder zurück!“, was zu einem Symbol für das Unrecht in der DDR wurde. 

Erst nach sechs Jahren Trennung kam es 1988 zur Wiedervereinigung der Familie in West-Berlin. Das Schicksal von Jutta Gallus und ihren beiden Töchtern wird im Film "Die Frau vom Checkpoint Charlie" behandelt.

Geschichte & Fakten über Checkpoint Charlie

Unmittelbar nach dem Bau der Berliner Mau 1961 wurde der Grenzübergang Checkpoint Charlie im August/ September 1961 in der Friedrichstraße, zwischen Zimmerstraße und Kochstraße, von den West-Alliierten errichtet.

Weltbekannt wurde Checkpoint Charlie am 27. Oktober 1961, als hier amerikanische und sowjetische Panzer Stellung bezogen und sich mit scharfer Munition gegenüberstanden und die Welt am Rande des Dritten Weltkrieges stand.

Auslöser war die sogenannte „Chruschtschow-Note“, in der angekündigt wurde, dass die Sowjetunion die Kontrolle über die Verbindungswege zwischen Westdeutschland und West-Berlin der DDR übertragen werde. Zur offenen Konfrontation kam es jedoch nicht. In den Jahren darauf war der Grenzübergang Schauplatz spektakulärer Fluchten, die zum Teil erfolgreich, zum Teil aber auch tödlich ausgingen.

Unmittelbar an der Grenzmauer, dessen einstiger Verlauf durch eine Doppelreihe aus Pflastersteinen in der Zimmerstraße zu sehen ist, wurde auf West-Berliner Seite eine Aussichtsplattform errichtet, von der neugierige Berliner und Touristen den Todesstreifen und die Grenzübergangsstelle auf Ost-Berliner Seite sehen konnten.

Checkpoint Charlie wurde im Juni 1990, knapp ein halbes Jahr nach dem Mauerfall und wenige Monate vor der deutschen Wiedervereinigung, abgebaut. Am 13. August 2000 wurden originalgetreue Nachbildungen des einstigen Kontrollpostens an den Stellen platziert, an denen früher die Originale standen. Der Original-Kontrollpunkt befindet sich im Alliiertenmuseum.

Kontakt & Stadtplan

  • Adresse: Friedrichstraße 43-45, 10117 Berlin, Deutschland
  • Öffnungszeiten: Täglich rund um die Uhr geöffnet
  • Öffentlicher Verkehr: U6 bis „U Kochstraße/ Checkpoint Charlie“ 

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