3 Tage in Berlin: Ihr 72 Stunden Plan für Berlin

3 Tage in Berlin Plan für ein Wochenende in der Hauptstadt

Sie möchten 3 Tage in Berlin verbringen und brauchen ein wenig Unterstützung bei der Planung Ihres Besuchs?

Wir von Berlin Tourist Information helfen gerne und stehen Ihnen mit Rat und Tat bei. Damit Ihre Berlin-Reise unvergesslich wird, haben wir hier für Sie ein 3-tägiges Programm mit den wichtigsten Highlights zusammengestellt.

Zunächst verraten wir Ihnen wertvolle Tipps zur Anreise und zur Auswahl des passenden Hotels. Als Nächstes sorgen wir dafür, dass Sie in der Stadt zügig und kostengünstig vorwärtskommen und prüfen, ob man von einer Touristenkarte, mit der man kostenlos fahren und Rabatte genießen kann, tatsächlich profitiert.

Schließlich kommen wir zu den drei Tagesabläufen mit den besten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Tipps zur Gestaltung der Abende erhalten Sie dann ganz am Ende. In diesem Guide geben wir Ihnen sozusagen einen „Rund-Um-Alles-Gecheckt-Plan“ mit in die Hand!

Fangen wir doch mit der Übersicht und hilfreichen Tipps an…

3 Tage in Berlin: Anreise - Alle Wege führen nach Rom Berlin!

Welchen Weg Sie nehmen, sollten Sie ganz abhängig von Ihrem Wohnort machen. Oft ist der nächste Abflughafen weit weg und mit dem Zug wären Sie schneller am Ziel. Vielleicht wäre ja der Bus die bessere Alternative.

Wägen Sie alles genau ab und treffen Sie Ihre Entscheidung. Entsprechend können Sie dann einen der folgenden Artikel lesen:

Mit eigenem Wagen anreisen?

Das Anreisen mit dem eigenen Wagen hat, wie in jeder Großstadt, den großen Nachteil des Parkproblems. Wir empfehlen Ihnen, den PKW zu Hause stehenzulassen. Falls Sie auf ihn nicht verzichten möchten, lesen Sie bitte unsere Hinweise zum Thema Parken

Früh an- und spät abreisen!

Wie auch immer Sie sich entscheiden, planen Sie Ihre Ankunft so, dass Sie möglichst früh in Berlin sind, damit Sie die Sehenswürdigkeiten, die wir für Ihren ersten Tag in der Stadt auch tatsächlich besichtigen können.

Ihre Rückreise treten Sie am letzten Tag möglichst spät an, damit Sie die letzten Stunden in der Stadt stressfrei verbringen können, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen, wann der Flieger, der Zug oder der Bus geht.

3 Tage in Berlin: Hotel - My home is my castle hotel!

So groß Berlin ist, so groß ist auch die Auswahl an Hotels in der Stadt. Buchen Sie ein Hotel in zentraler Lage, damit Sie schnellstmöglich an den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen der Stadt sind. Hotels in guter Lage sind natürlich teurer als solche, die etwas weiter weg vom Stadtzentrum liegen. Das wissen Sie ja.

Wir helfen Ihnen bei der Wahl Ihres gut gelegenen Hotels mit folgenden Artikeln:

Außerdem sollten Sie Ihre 3 Tage in Berlin so wählen, dass in der Stadt zu dieser Zeit keine Großveranstaltungen stattfinden, die für volle Hotels, noch vollere öffentliche Verkehrsmittel, Staus, und Straßensperrungen um wichtige Sehenswürdigkeiten mit sich bringen.

3 Tage in Berlin: Unterwegs in der Stadt - Nichts ist umsonst!

Gleich nach Ihrer Ankunft in Berlin brauchen Sie schon eine Fahrkarte für den öffentlichen Verkehr, um zu Ihrem Hotel zu gelangen, es sei denn, Sie nehmen das Taxi oder kommen mit eigenem Wagen. Das gilt auch für den Aufenthalt in Berlin sowie für Ihre Rückreise.

Darüber hinaus müssen Sie einige der Attraktionen, die wir hier für Sie zusammengetragen haben, bezahlen. Als da wäre die Spreefahrt, der Hop-On-Hop-Off-Bus, die Museumsinsel und der Fernsehturm. Unsere optionalen Vorschläge lassen wir zunächst außen vor.

Berlin Welcome Card: Lohnt sich die Touristenkarte?

Die Berlin Welcome Card ist eine speziell den Bedürfnissen der Berliner angepassten Touristenkarte. Die Karte für 72 Stunden, inklusive der Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel und den Besuch aller Museen der Museumsinsel, kostet 52,00 €.

Auf die Spreefahrt, die Hop-On-Hop-Off-Busfahrt den Fernsehturm erhalten Sie mit der Berlin Welcome Card 25% Rabatt. Für diese drei Unternehmungen zahlen Sie also 49,90 €. Das macht unter dem Strich 101,90 €. Sie sparen jetzt schon ganze 10,00 €.

Falls Sie noch unsere optionalen Vorschläge wie beispielsweise DDR Museum, Mauermuseum oder Kohlhoff-Tower wahrnehmen und abends vielleicht noch ins Schauspiel- oder Konzerthaus gehen möchten, sparen Sie immer mehr. Die Berlin Welcome Card bietet über 100 Rabattpartner an, da können Sie sogar beim Essen gehen oder shoppen sparen. Die BWC beinhaltet noch ein Guide Book, einen Faltplan der Museumsinsel und einen Stadtplan. Diese sind bei Vorlage der Karte in den Berlin Tourist Infos kostenlos erhältlich.

Zahlenbeispiel

Nun wollen wir uns die Kosten für die gleichen Posten ohne die Berlin Welcome Card anschauen.

Wir legen Ihre Ankunft am Hauptbahnhof Berlin zugrunde, das bedeutet, dass Sie in der Tarifzone A ankommen, rechnen zusammen: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bietet ein Tagesticket für die Tarifzonen A und B an. Es kostet 8,80 €. Sie brauchen deren drei, zahlen also 26,40 €.

Die Spreefahrt kostet im Normalfall 18,00 €. 24,00 € sind für die Hop-On-Hop-Off-Busfahrt fällig. Für das Kombiticket für die Museumsinsel müssen Sie weitere 19,00 € berappen und für den Fernsehturm nochmal 24,50 €. Summa Summarum sind das 111,90 €.

Fazit: Geld und Zeit sparen!

Mit der Berlin Welcome Card können Sie, wie Sie sehen, so einiges an Geld sparen, die Sie gut in etwas anderes investieren können! 

Um nicht nur Geld, sondern auch viel wertvolle Zeit zu sparen, empfehlen wir Ihnen, alle Tickets, die Sie benötigen, bereits im Vorfeld Ihrer Reise online zu erwerben.

Kommen wir nun zu den Details unseres 3-tägigen Reiseplans für Berlin.

Tag 1: Spreefahrt & ehemaliges Ost-Berlin

Nach der (hoffentlich) frühen Ankunft in Berlin, dem Transfer zum Hotel und dem Check-In im selbigen, fahren Sie zum Hackeschen Markt, Ausgangspunkt für das Berliner Nachtleben. Hier, in Berlins kreativem Szeneviertel, beginnen Sie Ihre heutige Besichtigungstour mit einer einstündigen Bootsfahrt auf der Spree.

Danach begeben wir uns auf die Spuren des ehemaligen Ost-Berlin und erkunden unter anderem den Alexanderplatz, besteigen den Berliner Fernsehturm, entdecken das Nikolaiviertel und besuchen die East Side Gallery. Die Strecke, die wir für Sie zusammengestellt haben, ist knapp sieben Kilometer lang. Um sie zu Fuß abzulaufen, brauchen Sie etwa 90 Minuten. Sehen Sie hier die Kartenansicht für den Streckenverlauf zu Fuß

Spreefahrt: Berlin vom Wasser aus entdecken

Der beste Weg, um einen Überblick über die deutsche Hauptstadt zu gewinnen, ist bei einer gemütlichen und einführenden Bootsfahrt auf der Spree.

Nachdem Sie den Hackeschen Markt und die Hackeschen Höfe erkundet haben, folgen Sie der Großen Präsidentenstraße, dem Monbijouplatz und der Burgstraße bis zum Anlieger Alte Börse der BWSG.

Hier können Sie an einer einstündigen Spreefahrt mit unserem Partner BWSG (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card) teilnehmen und die Sehenswürdigkeiten Berlins aus einem völlig anderen Blickwinkel vom Wasser aus entdecken. 

Tipp: Laden Sie vorher die Audioguide-App „Berlin Spreefahrt“ von YourMobileGuide auf Ihr Smartphone herunter und erhalten Sie während Ihrer Spreefahrt wissenswerte Informationen über die Attraktionen, die Sie passieren.

Auf den Spuren des ehemaligen Ost-Berlin

Danach begeben wir uns auf Spurensuche durch das ehemalige Ost-Berlin.

Am Spreeufer sehen Sie bald das DDR MuseumFalls Sie sich für die Geschichte der DDR und Ost-Berlin interessieren, besuchen Sie es doch einfach (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card) und erfahren alles über das Leben in der Deutschen Demokratischen Republik. Highlights der Ausstellung sind die Trabi-Fahrsimulation in einem originalen Trabanten P 601, eine originalgetreu eingerichtete Plattenbauwohnung mit fünf Zimmern sowie zahlreiche interaktive Spiele für Groß und Klein.

Nach einem Foto am nahe gelegenen Marx-Engels-Denkmal, mit den Urvätern des Kommunismus, geht es, vorbei am meistervollen Neptunbrunnen, zur St. Marienkirche, der ältesten noch sakral genutzten Pfarrkirche der Stadt. Das 22,6 Meter lange und zwei Meter hohe Fresko „Totentanz“ im Inneren der Kirche ist eines der bedeutendsten erhaltenen mittelalterlichen Kunstwerke Berlins. Laut einiger Quellen entstand das Wandbild 1484, dem unheilvollen Jahr, in dem die Pest unzählige Menschen dahinraffte.

Anschließend ist es an der Zeit, ein ikonisches Berliner Wahrzeichen in voller Pracht zu bewundern: den Berliner Fernsehturm (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card). Besteigen Sie das höchste Gebäude Deutschlands und genießen Sie von der Aussichtsetage in 203 Metern Höhe oder dem Drehrestaurant Sphere einen spektakulären 360-Grad-Blick über die Spree-Metropole. Bei guter Fernsicht können Sie bis zu 70 km weit sehen.

Nach dem Turmbesuch gehen Sie weiter in Richtung Bahnhof Alexanderplatz. Hinter diesem wartet der „Alex“ auf Sie. Erkunden Sie den lebhaften Alexanderplatzder nicht nur einer der meistbesuchten Orte Berlins, sondern der größte Platz Deutschlands ist.  Hier befindet sich unter anderem das Park Inn Hotel (öffentlich zugängliche Aussichtsterrasse), die Weltzeituhr (sehr beliebter Treffpunkt und Selfie-Spot) und der Brunnen der Völkerfreundschaft.

Werfen Sie dann einen Blick auf das markante Rote Rathaus aus den 1860er Jahren und begeben sich zum Nikolaiviertel, dem ältesten Wohngebiet Berlins. Dieses unterschätzte Juwel der Stadt, das aus engen Gassen, historischen Gebäuden, malerischen Häusern und traditionellen deutschen Kneipen und Restaurants besteht, ist der historische Gründungsort der Stadt und auch als das „alte Berlin“ bekannt. Die eng verwinkelten Gassen mit ihren kleinen Häusern, der Nikolaikirche, das Knoblauch-Haus, das Ephraim-Palais und die Bronzestatue, die den Heiligen Georg als Drachentöter darstellt, sind neben vielem anderen sehenswert.

Jetzt geht es zu einem weiteren Berliner Must-See: der East Side Gallery. Mit 1.316 Metern ist die East Side Gallery in Friedrichshain der längste zusammenhängende Mauerabschnitt, der nicht abgerissen wurde. 118 Künstler aus 21 Ländern bemalten und besprühten diesen Abschnitt in den Monaten nach dem Mauerfall mit 106 Werken. Verpassen Sie hier nicht den sozialistischen Bruderkuss von Honecker und Breschnew sowie den Trabanten, der scheinbar den Beton durchbricht.

Am Ende der Open-Air-Galerie befindet sich im ehemaligen Wachturm Mühlenspeicher das The Wall Museum, das Sie optional besuchen können (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card), falls Sie sich für die Geschichte der Berliner Mauer interessieren. Das Museum im ehemaligen Todesstreifen spannt einen audiovisuellen Bogen von der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Bau der Berliner Mauer bis zu den denkwürdigen Ereignissen, die den Fall eben dieser mit sich brachten.

Vom Museum aus sehen Sie schon die letzte Sehenswürdigkeit des heutigen Tages, die Oberbaumbrücke. Sie ist wohl die schönste Brücke der Stadt, hat aber auch eine turbulente Geschichte vorzuweisen. Die 1724 als Holzkonstruktion errichtete Brücke wurde während der Schlacht um Berlin schwer beschädigt, als sie von deutschen Truppen gesprengt wurde. Nach dem Bau der Berliner Mauer wurde die Oberbaumbrücke stille Zeugin des ersten tödlichen Grenzzwischenfalls der Teilung der Stadt in Ost- und West-Berlin.

Abends können Sie weiter von den Rabatten der Berlin Welcome Card profitieren. Schauen Sie sich doch die Partnerunternehmen etwas näher an. Da ist sicher etwas für Sie dabei.

  • Sehen Sie hier eine Übersicht ausgewählter Restaurants.
  • Hier finden Sie eine Übersicht ausgewählter Bühnen.

Tag 2: Hop-On-Hop-Off-Busfahrt & Best of West-Berlin

Heute erkunden wir die Sehenswürdigkeiten im ehemaligen West-Berlin.

Zunächst fahren wir mit den Hop-On-Hop-Off-Bussen unseres Partners Stromma (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card). Schauen Sie sich schon mal die Streckenkarte der Tour an.

Danach steht ein Spaziergang von der Topographie des Terrors, dem meistbesuchten Museum Berlins, bis zur Prachtstraße Unter den Linden an. 

Hop-On-Hop-Off-Busfahrt durch Berlin

Starten wir den Tag mit einer relaxten Hop-On-Hop-Off-Busfahrt durch Berlin. Begeben Sie sich dafür an die Haltestelle Nummer 1 Alexanderplatz und nehmen Sie den nächsten grünen Bus der Linie 1. Sie verkehren im 30-Minuten-Takt.

Hier sehen Sie die Haltestellen, an denen Sie unbedingt aussteigen sollten, um sich wichtige Sehenswürdigkeiten aus der Nähe anzuschauen:

  • Haltestelle 5 Friedrichstraße: Hier finden Sie den Tränenpalast, eine 1962 errichtete Abfertigungshalle, die der Ausreise aus Ost- nach West-Berlin diente.  Heute zeigt die Dauerausstellung „Ort der deutschen Teilung“ die Geschichte und schmerzvollen Schicksale am Tränenpalast von 1962 bis 1990 an Hand von Interviews, Biografien und 570 originalen Objekten. Der Eintritt ist frei.
  • Haltestelle 6 Brandenburger Tor: An dieser Haltestelle warten gleich zwei der wichtigsten Wahrzeichen Berlins auf Sie. Zuerst sehen Sie das Brandenburger Tor, das einzige erhaltene Stadttor Berlins. Einst Sinnbild für die Trennung Berlins in Ost und West, ist es seit dem Mauerfall das Symbol für die Einheit Deutschlands. Wenige Schritte entfernt finden Sie das Reichstagsgebäude am Platz der Republik, das seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages ist.  Die gläserne Kuppel, Dachterrasse und das dortige Restaurant können nach vorheriger Anmeldung besucht werden.
  • Haltestelle 11 Siegessäule: Die Siegessäule wurde von 1864 bis 1873 in Gedenken an die Siege Preußens in den sogenannten Einheitskriegen gebaut. Die Aussichtsplattform der Siegessäule auf etwa 51 Höhenmeter erreichen Sie über eine Wendeltreppe mit 285 Stufen und herrlichen Bronzereliefs und Mosaikbildern im Säulengang. Als Belohnung für den Aufstieg liegt Ihnen Berlin zu Füßen. Weitere Attraktionen in der Nähe sind der um 1698 angelegte Platz Großer Stern, auf dem die Siegessäule steht, die 3580 Meter lange Prachtstraße Straße des 17. Juni sowie der Große Tiergarten, die grüne Lunge der Stadt. 
  • Haltestelle 12 Kurfürstendamm: Der Kurfürstendamm wird im Volksmund liebevoll Ku’damm genannt und beginnt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die heute ein Symbol der aus Ruinen auferstandenen Stadt sowie Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung ist. Der Mitte des 16. Jahrhunderts als Reitweg angelegte Kurfürstendamm ist heute eine Ausgeh- und Amüsiermeile mit großen Warenhäusern und exklusiven Boutiquen. Nur wenige Schritte entfernt erwartet Sie das Kaufhaus des Westens, oder KaDeWe, das bekannteste Kaufhaus Deutschlands. 
  • Haltestelle 16 Potsdamer Platz: Die Anfänge des Potsdamer Platzes gehen in das 18. Jahrhundert zurück. Nach der Besetzung der Stadt durch die Alliierten trafen sich hier die Demarkationslinien zwischen dem sowjetischen, dem britischen und dem amerikanischen Sektor. Nach der Wiedervereinigung entstand hier binnen weniger Jahre ein urbanes Zentrum aus dem Nichts. Heute steht hier u.a. der Kohlhoff Tower, der neben der Aussichtsplattform Panoramapunkt Potsdamer Platz (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card) ein Panoramacafé mit Sonnenterrasse und eine Ausstellung zur Geschichte des Platzes bietet.
  • Haltestelle 17: An der Haltestelle 16 Potsdamer Platz nehmen Sie den Hop-On-Hop-Off-Bus ein letztes Mal und steigen an der Haltestelle 17 aus, wo Ihr Spaziergang beginnt.

Spaziergang: "Best of West-Berlin"

Von der Haltestelle 17 der Hop-On-Hop-Off Bustour startet Ihr gemütlicher Spaziergang zur Prachtstraße Unter den Linden. Unterwegs werden Sie an einigen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeikommen.

Die Strecke ist keine zwei Kilometer lang. Hier ist die Kartenansicht für den Streckenverlauf zu Fuß. 

Unweit der Haltestelle, in der Niederkirchner Straße, befindet sich das meistbesuchte Museum der Stadt, Topographie des Terrors. Auf dem Areal der einstigen Terrorzentrale der Nazis können Sie das dunkelste Kapitel Deutschlands ergründen. Das Dokumentationszentrum arbeitet die Schreckensherrschaft und den Terror der Nationalsozialisten unter der Führung von Adolf Hitler auf, insbesondere während der Herrschaftszeit von 1933 bis 1945. Die Freiluftausstellung des Museums, zu denen Sie freien Eintritt haben, verläuft entlang der etwa 200 Meter langen erhaltenen gebliebenen Berliner Mauer.

Am Ende der Niederkirchnerstraße an der Ecke Wilhelmstraße/Zimmerstraße sehen Sie den Weltballon, einen der größten Fesselballone der Welt. Wer Lust hat, kann hier 15 Minuten lang über Berlin schweben und die 360-Grad Aussicht auf die deutsche Hauptstadt genießen (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card).

Auf dem Weg zur nächsten Attraktion können Sie optional das Asisi Panorama bewundern, ein monumentales 360 Grad Rundbild des Künstlers Yadegar Asisi, das auf 900 Quadratmetern die Berliner Mauer mit Blick von West- nach Ost-Berlin an einem fiktiven Herbsttag in den 1980er Jahren im Maßstab 1:1 zeigt. Beim Betrachten das 60 Meter langen und 15 Meter hohen Rundbilds, erhält man einen guten Einblick in das Alltagsleben der Berliner - fast schon wie eine kleine Zeitreise in das geteilte Berlin der 80er Jahre.

Alternativ können Sie das Museum Kalter Krieg - Black Box besuchen und die erste Ausstellung in Deutschland zum Thema Kalter Krieg betrachten. Sie informiert über die Geschichte des Grenzübergangs Checkpoint Charlie mit großformatigen Fotos, 16 Medienstationen, Dokumenten und anderen Exponaten. Bei beiden optionalen Sehenswürdigkeiten erhalten Sie 25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card.

Nun geht es zum ehemaligen militärischen Kontrollpunkt Checkpoint Charlie. Er ist wohl der bekannteste Grenzübergang an der Berliner Mauer und das nicht, weil er Schauplatz diverser Spionage-Thriller wie „James Bond - Octopussy“ war. Der ehemalige Kontrollposten der amerikanischen Besatzungsmacht ist heute eine Touristenattraktion mit großer Anziehungskraft und sehr beliebtes Fotomotiv, obwohl Kontrollbaracke, Schlagbaum, Flagge, Sandsäcke und Warnschild lediglich originalgetreue Nachbildungen sind, die am 13. August 2000 anstelle der Originale platziert wurden. Hauptgrund dafür ist wohl der, dass hier die ehemalige Teilung der Stadt erleb- und spürbar ist.

Schräg gegenüber dem Kontrollpunkt sehen Sie das Mauermuseum, ein weiteres interessantes Museum, das Sie nun optional besuchen können (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card). Das Museum beherbergt auf über 1.733 Quadratmeter Ausstellungsfläche, verteilt über drei verschiedene Häuser, viele Requisiten aus 30 Jahren Mauer- und Fluchtgeschichte sowie äußerst erfinderische Fluchtobjekte wie ein alter Volkswagen mit Kofferraumversteck, ein Mini-U-Boot, ein Heißluftballon und ein zusammen schiebbarer Koffer.

Machen Sie einen Bummel über die Friedrichstraße in Richtung Norden. Auf Ihrem Weg, an der Ecke Jägerstraße, liegt das Luxus-Einkaufshaus Galeries Lafayette. Vielleicht haben Sie Lust, reinzuschauen. Ansonsten folgen Sie der Jägerstraße zum Gendarmenmarkt, dem vermutlich schönsten Platz Berlins. Der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. ließ hier 1736 Stallungen des Kürassierregiments der Gens d’armes errichten, die Kaiser Friedrich II. keine 40 Jahre später abreißen ließ. In Erinnerung an die Stallungen und weil der Platz ursprünglich als Markt angelegt worden war, bekam er 1799 den Namen Gendarmenmarkt. Heute finden Sie hier mehrere eindrucksvolle Bauten, darunter das Konzerthaus Berlin, der Deutsche Dom sowie der Französischen Dom mit dem Hugenottenmuseum und einer Aussichtsbalustrade mit Blick über den Gendarmenmarkt.

Wenn Sie der Markgrafenstraße rechts hinter dem Französischen Dom folgen und dann rechts in die Behrenstraße biegen, erreichen Sie den Bebelplatz. Von der Aufklärung bis zur Bücherverbrennung erlebte der Platz Höhen und Tiefen deutscher Geschichte. In der Mitte des Platzes, eingelassen in den Boden, erinnert das Denkmal zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 an eines der dunkelsten Kapitel der Stadt. Der Platz besteht aus einer kleineren Grünfläche östlich und einer größeren Freifläche mit Kopfsteinpflaster westlich der Staatsoper Unter den Linden, die den Mittelpunkt bildet. Rund um den Platz befinden sich wichtige Bauten der Stadt wie die der Prinzessinnenpalais, die St. Hedwigs-Kathedrale, das Alte Palais und die Alte Bibliothek.

Die letzte Sehenswürdigkeit des heutigen Tages befindet sich ebenfalls am Bebelplatz: Unter den Linden. Der Boulevard war zunächst nur ein Reitweg. Die ersten Linden wurden 1647 eingepflanzt, ab 1701 wurden die Linden zur Prachtentfaltung Friedrich des Großen zu einer Prachtstraße ausgebaut. Heute verbindet die Prachtallee das Brandenburger Tor mit der Schlossbrücke, die zur Museumsinsel führt. Wichtige Sehenswürdigkeiten wie die Staatsbibliothek, die Humboldt-Universität, die Neue Wache, das Deutsche Historische Museum im Zeughaus, das Kronprinzenpalais, das Alte Palais sowie das Reiterstandbild des „Alten Fritz“ säumen das östliche Ende der Allee. Geschäfte, Restaurants und Cafés reihen sich entlang der rund 1,5 Kilometer langen Flaniermeile in Richtung Brandenburger Tor.

Auch am zweiten Abend können Sie wieder von den Rabatten der Berlin Welcome Card profitieren. Werfen Sie doch einen Blick auf die Partnerunternehmen. Bestimmt ist etwas für Sie dabei.

  • Sehen Sie hier eine Übersicht ausgewählter Restaurants.
  • Hier finden Sie eine Übersicht ausgewählter Bühnen.

Tag 3: UNESCO Weltkulturerbe Museumsinsel

Ihren letzten Tag verbringen Sie mit Kunst und Geschichte. Sie besuchen die Museen des UNESCO Weltkulturerbes Museumsinsel, deren Eintrittspreise Ihrer Berlin Welcome Card inkludiert sind.

Nachdem Sie die Museen besucht haben, folgt ein Spaziergang zum Lustgarten, an dem sich der prächtige Berliner Dom befindet. Ihm gegenüber liegt das Humboldt-Forum, einst das Stadtschloss Berlin. Auch diese Ziele liegen auf der Insel, die eigentlich Spreeinsel heißt. Die Strecke ist zwei Kilometer lang.

Deponieren Sie zunächst Ihr Gepäck beim Hotelempfang, da Sie ja Ihr Zimmer bereits vormittags räumen müssen, Sie aber unterwegs sein werden. Dann geht es zu unserem ersten Ziel auf der Museumsinsel. 

Die 5 Museen der Museumsinsel

Seit 2019 werden die Gäste der Museumsinsel in der James-Simon-Galerie als zentralem Eingangsbereich und Besucherzentrum begrüßt. Zurzeit befindet sich hier der alleinige Eingang zum Pergamonmuseum sowie ein unterirdischer Eingang zum Neuen Museum. Neben dem Kassen- und Eingangsbereich befindet sich im Haus ein Auditorium, ein Museumsshop, ein Café und Restaurant sowie Räumlichkeiten für Sonderausstellungen. Der Eintritt ist frei, ausgenommen sind Sonderausstellungen. Begeben Sie sich hier zum unterirdischen Eingang des Pergamonmuseums.

Das Pergamonmuseum wurde von 1910 bis 1930 errichtet. Das dreiflügelige Museum beherbergt die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Durch die imposanten Rekonstruktionen des Pergamonaltars, des Markttors von Milet, dem Ischtar-Tor mit der Prozessionsstraße von Babylon, und der Mschatta-Fassade hat das Pergamonmuseum weltweiten Ruhm erlangt. Derzeit wartet das Museum mit der temporären Ausstellung „Pergamonmuseum - Das Panorama“ auf, das die Stadt Pergamon in römischer Zeit um 129 nach Christus thematisiert und sozusagen als Gegenleistung für den geschlossenen Saal mit dem Pergamonaltar dient. Die Ausstellung befindet sich auf dem Weg entlang der Spree zum Bode Museum.

Bitte beachten: Im Zuge einer Sanierung bleibt der Saal mit dem Pergamonaltar bis mindestens 2024 geschlossen. Zudem sind der Nordflügel und der Hellenistische Saal geschlossen. Die Funde aus Uruk und Habuba Kabira sowie die Räume mit babylonischen, altiranischen und sumerischen Denkmälern sind ebenfalls nicht zugänglich.

Der Südflügel des Pergamonmuseums mit dem Ischtar-Tor, der Prozessionsstraße und dem Museum für Islamische Kunst sowie der Saal mit dem Markttor von Milet sind geöffnet

Weiter geht es zum Bode Museum, der die Skulpturensammlung präsentiert, eine der umfangreichsten Kollektionen in Deutschland. Außerdem befinden sich hier das Museum für Byzantinische Kunst, das Werke und Alltagsgegenstände aus Westrom und dem Byzantinischen Reich zeigt, sowie das Münzkabinett mit einer der weltweit größten Geldstücke-Sammlungen. 

Ihr Weg führt nun wieder zurück und dann über die Bodestraße und den Kolonnadenhof zur Alten Nationalgalerie. Die Alte Nationalgalerie wurde von 1862 bis 1876 im Stil des Klassizismus und der Neorenaissance erbaut. Im ersten Stock der Alten Nationalgalerie werden klassizistische Skulpturen und „Wege des Realismus“ gezeigt. Werke der Romantik, des Realismus und Impressionismus sind in der zweiten Etage ausgestellt. Arbeiten aus der Goethezeit und der Romantik können Sie im dritten Geschoss bewundern.

Der Eingang zum Neuen Museum befindet sich rechts gegenüber der Treppe der Alten Nationalgalerie. Das Neue Museum wurde zwischen 1843 und 1855 errichtet. Es ist der Kunst-, Museums- und Technikgeschichte des 19. Jahrhunderts gewidmet. Das Museum vereint das Ägyptische Museum und Papyrussammlung, das Museum für Vor- und Frühgeschichte und die Antikensammlung unter einem Dach. Prunkstück des Museums ist zweifelsohne die weltberühmte Büste der Nofretete. Weitere Höhepunkte sind der Schädel des Neandertalers von Le Moustier, Heinrich Schliemanns Sammlung Trojanischer Altertümer und der „Berliner Goldhut“.

Als letztes Museum erwartet Sie das Alte Museum, gegenüber dem Neuen Museum auf der anderen Seite der Bodestraße. In den Jahren 1823 bis 1830 entstanden, beherbergt es nicht nur eine bedeutende Antikensammlung, auch das Gebäude ist als Meisterwerk des Klassizismus überaus sehenswert. Die Antikensammlung zeigt die Kunst und Kultur der Griechen, Etrusker und Römer. Mit dem Münzkabinett wird die Präsentation des klassischen Altertums komplettiert.

Zu den weiteren Attraktionen auf der Museumsinsel

Nachdem wir uns die hochkarätigen Schätze und Meisterwerke der fünf Museen angeschaut haben, ist es an der Zeit einen Spaziergang zu den anderen Highlights der Museumsinsel machen.

Wir beginnen mit dem herrlichen Lustgarten, der ursprünglich von Kurfürst Johann Georg als Obst-, Gemüse- und Kräutergarten des Berliner Schlosses angelegt wurde. Die zwei Hektar große Grünfläche wurde im 17. Jahrhundert unter dem Großen Kurfürsten zum Lustgarten umgestaltet. Heute dient er hauptsächlich als Ausruhfläche für die Besucher der Museumsinsel. Nach wie vor ist die 70 Tonnen schwere Granitschale, die 1834 eingeweiht wurde und seinerzeit als Weltwunder der Biedermeierzeit galt, die Hauptattraktion des Gartens. Die Berliner fanden sehr rasch einen liebevollen Spitznamen: „Berliner Suppenschüssel“.

Bereits hier genießen Sie schon den Berliner Dom in seiner vollen Größe. Falls Sie Zeit und Lust haben, empfehlen wir das prachtvolle Gotteshaus zu betreten und vom Nahem zu bewundern (25% Rabatt mit der Berlin Welcome Card). Der Berliner Dom ist nämlich eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt und mit einer Gesamthöhe von 116 Metern auf einer Grundfläche von knapp 6800 Quadratmetern das größte evangelische Gotteshaus des Landes. Die mächtige Kuppel können Sie durchaus als protestantische Antwort auf den katholischen Petersdom in Rom verstehen. Das Baudenkmal ist barrierefrei und beheimatet eine der bedeutendsten dynastischen Grabstätten Europas, die Hohenzollerngruft.

Gegenüber dem Dom, auf der anderen Seite des Schlossplatzes, sehen Sie schon das Humboldt-Forum, das Sie an dieser Stelle optional besuchen können. Mit der Berlin Welcome Card genießen Sie 25% Rabatt. Das Humboldt-Forum erweitert seit dem 20. Juli 2021 das Angebot der Museumsinsel mit Sammlungen des Ethnologischen Museums Berlin, dem Museum für Asiatische Kunst, der außereuropäischen Kunstsammlung, der Berlin-Ausstellung und dem Humboldt-Labor. Das Gebäude ist von außen gesehen ein originalgetreuer Nachbau des Berliner Schlosses, das bis 1950 an gleicher Stelle stand und als Hauptwerk des norddeutschen Barocks galt. 

Hier enden Ihre 3 Tage in Berlin! Fahren Sie zurück ins Hotel, um Ihr deponiertes Gepäck abzuholen. 

Falls Sie mehr Zeit zur Verfügung haben, werfen Sie unbedingt einen Blick auf unsere Liste mit 60 Super-Sehenswürdigkeiten in Berlin.

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