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Hitler in Berlin – 17 imposante Überbleibsel vom „Dritten Reich“

Hier ist unsere Liste mit Überbleibseln von Berlin im "Dritten Reich".

Um Ihnen einen umfassenden Überblick über dieses dunkle Kapitel Berlins zu bieten, haben wir die Liste in drei Kategorien unterteilt und Ihnen zum Schluss eine Zeittafel der NS Ära in Berlin zusammengestellt. 

Wir informieren Sie zunächst über wichtige Gedenkstätten und Museen, die das Grauen des NS-Regimes dokumentieren. Lesen Sie anschließend, welche Berliner Wahrzeichen von den Nationalsozialisten funktionalisiert wurden.

Danach geht es um die erhalten gebliebene Nazi-Architektur in Berlin. Erfahren Sie, welche NS-Relikte umfunktioniert wurden und heute für andere Zwecke genutzt werden.

Los geht's!

Museen Gedenkstätten zur NS-Zeit in Berlin

1. Topographie des Terrors

Die Topographie des Terrors, die die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler beleuchtet, ist Museum und NS-Relikt zugleich. Denn das meistbesuchte Museum Berlins befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der wichtigsten Schaltzentralen des „Dritten Reiches“.

Die Dauerausstellungen thematisieren folgende Punkte:

  • Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße
  • Berlin 1933 - 1945. Zwischen Propaganda und Terror
  • Der historische Ort Topographie des Terrors. Ein Geländerundgang in 15 Stationen mit kostenlosem Audioguide

Darüber hinaus können Wechselausstellungen besichtigt werden. Der Besuch der gesamten Dokumentation ist kostenfrei.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Topographie des Terrors.

2. Jüdisches Museum Berlin

Europas größtes Jüdisches Museum steht seit 2001 in Berlin. Hier tauchen Sie in über 1700 Jahre jüdische Geschichte ein. Im barocken Altbau können Sie kostenpflichtige Sonderausstellungen besichtigen.

Die kostenfreie Dauerausstellung „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“ befindet sich im Neubau. Sie erzählt die Geschichte der Juden in Deutschland von den Anfängen bis in die Gegenwart in fünf historischen Kapiteln. Hier begreifen Sie unter anderem die Schrecken des Nationalsozialismus.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Jüdisches Museum Berlin.
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3. Anne-Frank-Zentrum

Anne Frank ist durch ihr Tagebuch, das sie während der Besatzung der Niederlande durch die Nazis in ihrem Versteck schrieb, eines der weltweit bekanntesten Opfer des Holocaust geworden. Sie führte es vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944 größtenteils im heutigen Anne-Frank-Haus in Amsterdam. Dort wurde sie nach zwei Jahren entdeckt und in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert, wo sie kurz vor Kriegsende 1945 verstarb.

Die Ausstellung „Alles über Anne“ widmet sich Anne Franks Lebensgeschichte und stellt Verbindungen zwischen dieser und der Gegenwart her.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Anne-Frank-Zentrum.
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4. Berlin Story Bunker

Wie konnte es geschehen, dass so viele Hitler wählten? Wie wurde Hitler zum Nazi? Wie kam Hitler an die Macht? Wie führte der Antisemitismus zu Konzentrationslagern und Holocaust? Warum machten Generäle und Soldaten bis zum Schluss mit?

Auf diese und andere Fragen, die Sie sich schon immer gestellt haben, finden Sie im Berlin Story Bunker Antworten. Die Dokumentation „Hitler - wie konnte es geschehen?“ in einem ehemaligen Luftschutz-Bunker von 1942 veranschaulicht in 38 Themenbereichen den Aufstieg Hitlers und seiner Nationalsozialistischen Partei bis zu seinem letzten Unterschlupf, dem Führerbunker, umfassend.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Berlin Story Bunker.
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5. Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Der Holocaust ist eines der größten Verbrechen der Menschheit. Vor dem Zweiten Weltkrieg und dem NS-Terror lebten rund 12 Millionen Juden in Europa. Insgesamt wurden rund sechs Millionen von ihnen systematisch ermordet.

Als Ort des Gedenkens und Mahnens erinnert das Denkmal für die ermordeten Juden Europas an die Opfer des Holocaust. Es besteht aus einem wellenförmigen „Stelenfeld“ und dem unterirdischen „Ort der Information“, wo die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas und die Schauplätze dieser Verbrechen dokumentiert werden.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

6. Neue Synagoge Berlin

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 legten Angehörige der SA in der 1866 erbauten Neuen Synagoge Feuer. Wilhelm Krützfeld, Vorsteher des Polizeireviers 16, machte die Brandstifter auf den seit Jahrzehnten bestehenden Denkmalschutz für das Gebäude aufmerksam und alarmierte die Feuerwehr, die den Brand löschte. Andere Berliner Synagogen erlagen den Flammen.

In der Nacht zum 23. November 1943 wurde das Gotteshaus durch britische Bomben schwer zerstört. Nach dem Krieg diente die Ruine als Lieferant für Baumaterial und erlitt weiteren Schaden. Im Sommer 1958 wurden die beschädigten Gebäudeteile vollständig beseitigt. Nach Restaurierungsarbeiten 1995 wurde die Synagoge zwar wiedereröffnet, jedoch nicht wieder eingeweiht.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Neue Synagoge Berlin.

7. Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche 

Die 1895 eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde während der Bombardierung der Stadt 1943 stark zerstört, nur Teile des Turms blieben übrig. Heute ist die Turmruine Symbol der aus Trümmern auferstandenen Stadt sowie Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung.

Der Kirchturm mit 113 Metern war seinerzeit das höchste Bauwerk der Stadt und die Innenausstattung war mit vielen Mosaiken und Wandbildern überaus prächtig. In der Turmruine befindet sich eine Gedenkhalle. Einige wenige Mosaiken sind dort noch zu sehen.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

8. Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten

„Ewiger Ruhm den Helden, die für die Freiheit und Unabhängigkeit der Sowjetunion im Kampf gegen die faschistischen deutschen Eindringlinge gefallen sind. 1941–1945“.

Das ist die Inschrift am Sowjetische Ehrenmal, das seit 1945 an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen der Roten Armee im Allgemeinen und an die rund 80.000 Soldaten, die in der Schlacht um Berlin zu Tode kamen, im Speziellen erinnert. Die Gedenkstätte ist die älteste der vier sowjetischen Ehrenmäler in Berlin.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten.

9. Dauerausstellung "Mythos Germania - Vision und Verbrechen"

„Berlin wird als Welthauptstadt nur mit dem alten Ägypten, Babylon oder Rom vergleichbar sein! Was ist London, was ist Paris dagegen?“ So fasste Adolf Hitler in der Nacht vom 11. auf den 12. März 1942 seine Vorstellungen über Berlin als neue Reichshauptstadt „Germania“ zusammen. Die Umgestaltung Berlins unter dem Architekten Alfred Speer ging von 1937-1943. Germania wurde aber niemals verwirklicht.

Die „Berliner Unterwelten“ beleuchtet das ganze Thema mit der multimedialen Dauerausstellung „Mythos Germania“. Film-, Hör- und PC-Stationen, Text- und Bildfahnen, Exponate und Architekturmodelle geben einen umfassenden Einblick in die größenwahnsinnigen Pläne. Neben einigen Originalexponaten ist auch das für den Film „Der Untergang“ geschaffene Großmodell von Germania ausgestellt. Verschiedene Modelle veranschaulichen die gigantomanischen Größenverhältnisse der damals geplanten Bauten.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Mythos Germania.
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  • Tipp: Falls es Sie interessiert, können Sie einen kurzen Abstecher in den angrenzenden Volkspark Friedrichshain machen. Dort befindet sich ein 1941 erbaute Flakturm, der zur Abwehr alliierter Luftangriffe erbaut wurde.

Berliner Sehenswürdigkeiten im "Dritten Reich"

10. Brandenburger Tor

Als Hitler in Berlin herrschte wurde das Brandenburger Tor öfters als Kulisse für Inszenierungen genutzt. So wurde 1933 seine Ernennung zum Reichskanzler und der „Tag der Machtübernahme“ mit einem pompösen Fackelzug gefeiert. Das mit Hakenkreuzfahnen drapierte Brandenburger Tor diente dabei als beliebte Aufmarschkulisse für Paraden und zur Machtdemonstration, die von Propagandaminister Joseph Goebbels in Szene gesetzt wurden.

Während der Schlacht um Berlin wurde das Brandenburger Tor durch Bomben und Granaten stark beschädigt. Um ihren Sieg über das NS-Regime zu symbolisieren, hissten Rotarmisten auf den Resten der Quadriga des Brandenburger Tors die sowjetische Fahne.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Brandenburger Tor.

11. Reichstagsgebäude

Das prächtige, zwischen 1884 und 1894 im Stil der Neorenaissance erbaute Reichstagsgebäude ist eines der bedeutendstes Wahrzeichen Deutschlands. Nur ein Monat nach der Machtübernahme Hitlers stand das Gebäude in Flammen. Das markierte den Anfang der Nazi-Diktatur, denn nur ein Tag später wurde die „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat“ verkündet, welche wesentliche Grundrechte der Verfassung außer Kraft setzte.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Ecktürme des Reichstagsgebäudes zu Flaktürmen umgebaut. Die AEG produzierte hier Funkröhren. Zudem richtete man in den Kellerräumen ein Lazarett und eine Entbindungsstation ein. Während der Schlacht um Berlin war das Reichstagsgebäude besonders umkämpft, da die Soldaten der Roten Armee es fälschlicherweise als das zentrale Symbol der Nazis ansahen. Nach ihrem Sieg hissten zwei russische Soldaten die rote Sowjetflagge auf dem Dach des Gebäudes, was das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa sowie das Ende der NS-Diktatur versinnbildlichte.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Reichstagsgebäude.
  • Tipp: Vielleicht möchten Sie sich das schöne Gebäude etwas näher anschauen. Sie können an einer Führung durch den Plenarsaal teilnehmen und die gläserne Kuppel besuchen, von der Sie einen atemberaubenden Blick auf Berlin haben.
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12. Siegessäule

Die Siegessäule wurde von 1864 bis 1873 in Gedenken an die Siege Preußens in den sogenannten Einheitskriegen erbaut. Sie stand ursprünglich auf dem Königsplatz vor dem Reichstag, dem heutigen Platz der Republik.

Die Nazis versetzten die Siegessäule 1938 im Rahmen der Umgestaltung Berlins zur „Reichshauptstadt Germania“ auf den Großen Stern, ihrem noch heutigen Standort. Sie überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet. Die Aussichtsplattform auf etwa 51 Höhenmeter erreichen Sie über eine Wendeltreppe mit 285 Stufen. Als Belohnung für die Mühe liegt Ihnen Berlin zu Füßen.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Siegessäule.

Nazi-Architektur

13. Flughafen Tempelhof 

Der mächtige Gebäudekomplex lässt die charakteristischen Merkmale der NS-Architektur zwischen Monumentalität und Moderne klar erkennen. Diese setzen sich auch im Inneren fort.

Den aus Stahl- und Stahlbeton konstruierten Bau widerstand den alliierten Bombenangriffen 1943. Der Flughafen wurde 1945 von den Sowjets besetzt. Später übernahmen ihn Amerikaner und nutzten ihn bis 1993 als Air Base. 1950 wurden Teile des Flughafens wieder für die zivile Luftfahrt freigegeben, die, mit Unterbrechungen, bis 2008 andauerte.

Im Besucherzentrum „Check-In“ können Sie die Ausstellung „Ein weites Feld“ kostenfrei besuchen und die Bedeutung des Tempelhofer Flughafens und Feldes während der NS-Zeit näher kennenlernen. Führungen durch das Flughafengebäude bringen Sie zu mancherlei verborgene Orte.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Flughafen Tempelhof.
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  • Tipp: Dem Flughafengebäude ist das 1951 eingeweihte Luftbrückendenkmal vorgelagert. Wie der Name schon sagt, erinnert es an die Berliner Luftbrücke, mit der die Berliner, während der sowjetischen Berlin Blockade seitens der Alliierten aus der Luft versorgt wurden.

14. Reichssportfeld – Olympiastadion – Glockenturm

Als Berlin zum Austragungsort der Olympischen Spiele 1936 ernannt wurde, erkannten die Nationalsozialisten den Prestigewert dieser internationalen Veranstaltung sofort und veranlassten die Planung des Reichssportfeldes. Es entstand eine symmetrische Anlage mit dem Olympischen Platz, dem Olympiastadion, dem Maifeld, einem Aufmarschgelände und der Waldbühne.

Ein Geschichtspfad auf dem Olympiagelände mit 45 Tafeln gibt nähere Informationen zum ehemaligen Reichssportfeld. Die Aussichtsplattform des Olympia-Glockenturms bietet einen wundervollen Blick auf Berlin und das Umland.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Reichssportfeld – Olympiastadion – Glockenturm.
  • Tipp: Falls Sie möchten, können Sie das Olympiastadion bei einer Führung von innen besichtigen und/oder die Aussichtsplattform des Glockenturms besuchen.
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15. Ehemaliges Reichsluftfahrtministerium 

1935 vom damals zweitmächtigsten Mann, Reichsminister der Luftfahrt, Hermann Göring eingeweiht, spiegelt das Reichsluftfahrtministerium mit seinen 2000 Büroräumen und rund 56.000 Quadratmeter Nutzfläche die nationalsozialistische Architektur wider.

Im gigantischen Bau wurde unter anderem der Überfall auf Polen geplant, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs auslöste sowie der Luftkrieg gegen England kommandiert. Aufgrund seiner massiven Architektur konnte das Gebäude die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschädigt überstehen.

Während der Teilung Berlins zu Ostberlin gehörend, wurde die DDR in diesem Haus gegründet. Hier fielen auch die berühmten Worte des DDR-Staatsführers Walter Ulbricht nur zwei Monate vor dem Bau der Berliner Mauer: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Ehemaliges Reichsluftfahrtministerium.

16. Ehemaliges Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

Das „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ wurde 1933 mit dem Ziel gegründet, Kultur- und Massenmedien zu kontrollieren und zum Vorteil des NS-Regimes zu beeinflussen. Die Propaganda wurde im Nazideutschland vor allem dazu genutzt, die nationalsozialistische Weltanschauung zu verbreiten, den Führerkult um Hitler zu popularisieren und die deutsche Bevölkerung mit einer „geistigen Mobilmachung“ für den geplanten Krieg zu gewinnen.

Geleitet wurde das Propagandaministerium von Joseph Goebbels. Er hatte es sich zum Ziel gesetzt, mit seinem Propagandaapparat, die Massen so lange zu „bearbeiten, bis sie uns verfallen sind“. Auch die DDR Regierung nutzte das Gebäude als Sitz des Ministeriums für Medienpolitik.

Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Ehemaliges Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.

17. Die Ost-West-Achse

Ihre heutige Breite von 85 Metern erlangte die knapp vier Kilometer lange Straße des 17. Juni im Zuge des Konzeptes für den Umbau Berlins zur „Welthauptstadt Germania“ 1935. Damals hieß sie Ost-West-Achse.

Der jugendliche Wernher von Braun erprobte hier in den 1920er Jahren einen selbstgebauten Raketenwagen. Kurz vor Ende und auch nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Allee zeitweise als Flugpiste, dessen Kontrollpunkt sich auf der Spitze der Siegessäule befand. Bis 1989 fanden hier Truppenparaden der alliierten Westmächte statt.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Straße des 17. Juni.

Tipp für einen Tagesausflug: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Um ein besseres Verständnis für das unmenschliche Grauen und die entsetzliche Realität des Holocaust zu erhalten, empfehlen wir den Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen in Oranienburg, rund 30 Kilometer nördlich von Berlin.

Als ein Ort der Trauer, des Gedenkens und Lernens informiert die Gedenkstätte Sachsenhausen über das durch die Nationalsozialisten errichtete KZ Sachsenhausen, das von 1936 bis 1945 an diesem Ort bestand. Dreizehn Dauerausstellungen berichten größtenteils in Originalgebäuden über die grauenhafte Geschichte des Ortes, der einer der größten Konzentrationslager auf deutschem Reichsgebiet war. Der Eintritt ist frei.

  • Lesen Sie mehr Einzelheiten über diese Sehenswürdigkeit in unserem Hauptartikel Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen.

Zeittafel der NS Ära in Berlin 

  • 30.01.1933: Die „Machtergreifung“ - Adolf Hitlers beendet die Weimarer Republik. Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt ihn zum Reichskanzler.
  • 27.02.1933: Der Reichstag brennt! Die Alleintäterschaft eines linksgerichteten Holländers scheint zweifelhaft. Viele vermuten die NSDAP hinter der Brandstiftung.
  • 20.03.1933: Die Mandate aller kommunistischen Abgeordneten werden aberkannt.
  • 21.03.1933: In Sachsenhausen, vor den Toren Berlins, wird für die inhaftierten Regimegegner das erste Konzentrationslager eröffnet.
  • 01.04.1933: Erste organisierte Boykottaktionen gegen jüdische Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwälte.
  • 10.05.1933: Bücherverbrennung „wider den undeutschen Geist“ auf dem Platz vor der Alten Bibliothek (heute Bebelplatz).
  • 21.06.1933: Beginn der „Köpenicker Blutwoche“, einer Verhaftungs-, Folter- und Mordaktion der SA gegen rund 500 Regimegegner.
  • Juli 1933: Die Mandate aller sozialdemokratischen Abgeordneten werden aberkannt.
  • 1934/35: Alle gewählten Gremien der Stadt werden aufgelöst. Die Verwaltung wird „gleichgeschaltet“.
  • 22.03.1935: In Berlin startet das erste öffentliche Fernsehprogramm der Welt.
  • 01.08.1936: In Berlin finden die 11. Olympischen Sommerspiele statt. Für diese Zeit sind in der Stadt keine antijüdischen Plakate und Hetzparolen zu sehen.
  • 1937: Das 700-jährige Stadtjubiläum wird mit einer großen Feier begangen.
  • April 1937: Architekt Albert Speer legt Hitler seinen ersten Entwurf zur radikalen Neugestaltung Berlins als Reichshauptstadt Germania vor.
  • 12.03.1938: Mit der „Heimkehr“ Österreichs ins Reich wird Berlin Hauptstadt des „Großdeutschen Reiches“.
  • 09.11.1938: “Reichskristallnacht”! SA- und SS-Männer setzen neun Berliner Synagogen in Brand, plündern und terrorisieren. Etwa 1.200 verhaftete jüdische Bürger werden zumeist in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert.
  • 01.09.1939: Mit der Kriegserklärung an Polen beginnt der 2. Weltkrieg.
  • August 1940: Erste Bombenangriffe auf Berlin durch britische Luftstreitkräfte.
  • 20.01.1942: Auf der „Wannsee-Konferenz“ wird die „Endlösung der Judenfrage beschlossen.
  • 31.12.1942: Berlins Bevölkerung erreicht mit 4.478.102 Einwohnern den Allzeithöchststand.
  • 18.02.1943: Reichpropagandaminister Joseph Goebbels proklamiert im Berliner Sportpalast den „Totalen Krieg“.
  • Herbst 1943: Die großräumigen Flächenbombardements durch anglo-amerikanische Luftstreitkräfte beginnen. Bis Kriegsende fallen 450.000 Tonnen auf Berlin. Die Innenstadt wird nahezu komplett zerstört. Rund 1,5 Millionen Einwohner werden obdachlos, mehr als 50.000 sterben. Viel später wird kritisiert, dass bei der Aufarbeitung dieser Tage auf jede nähere Analyse des Schicksals der Zivilbevölkerung in diesem Inferno verzichtet wurde.
  • 20.07.1944: Der Attentatsversuch Obersts Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler scheitert.
  • 21.04.1945: Die Rote Armee überschreitet die Stadtgrenze. Die „Schlacht um Berlin“ beginnt.
  • 30.04.1945: Hitler begeht in seinem Bunker Selbstmord.
  • 02.05.1945: Die deutsche Wehrmacht stellt alle Kampfhandlungen ein. Für Berlin ist der Krieg beendet.
  • 08.05.1945: Im Kasinosaal einer Wehrmachtskaserne im Berliner Ortsteil Karlshorst wird die förmliche Kapitulation für ganz Deutschland erklärt. Die Bevölkerungszahl Berlins ist von 4,3 auf 2,8 Millionen zurückgegangen, 600.000 Wohnungen sind zerstört.

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